Ein beispielhafter Erfolg
27.07.2010: Die niederbayerische Bezirksregierung hat versucht, 87 Flüchtlinge, die man in Landshut in erbärmlichen Baracken untergebracht hatte, in ein kleines Dorf im Bayerischen Wald mit weniger als hundert Einwohnern zu verbringen. Den Barackenbewohnern wurde das wenige Tage vor der geplanten Verschubung mit einem Bescheid mitgeteilt, in dem gleich darauf hingewiesen wurde, dass im Weigerungsfall Polizeigewalt angewendet werde.
Die vorgeschobene Begründung fuer die Eile war die angebliche Sorge um die Flüchtlinge. Die Baracken seien baufällig, ein unter ihnen befindliches Gewölbe bedeute Einsturzgefahr, mithin Lebensgefahr. Dieser Umstand ist seit mindestens 1992 bekannt. Aber plötzlich, im Juli 2010, übermannte die Sorge um die Flüchtlinge die Verantwortlichen. Zufällig gab es in ganz Landshut keine andere Möglichkeit, sie unterzubringen, sondern nur in einem abgelegenen Winkel im Bayerischen Wald.